Mit
8.180 Wahlstimmen war Huck Seed in die WSOP Tournament of Champions
2010 eingezogen, abgeschlagen von den Größen wie Phil Ivey, Daniel
Negreanu, Doyle Brunson oder Phil Hellmuth. Umso überraschender
schien am Sonntag dann sein Turniersieg – zumindest für
diejenigen, die Huckleberry Seed nicht näher kennen. Der ehemalige
Elektrotechnik-Student des California Institute of Technology und
Basketballspieler hat mit seinen inzwischen 42 Jahren schon so
ziemlich bei jedem Poker-Event der Welt gepokert. Den Durchbruch
schaffte der US-amerikanische Profi dann vor 16 Jahren, als er sich
im Rahmen der World Series of Poker 1994 sein erstes Bracelet
sicherte; zwei Jahre später folgte dann der Sieg im WSOP-Main-Event.
Im Jahr 1999 erreichte Seed dann nochmals den Final-Table der 10.000 Dollar No Limit Hold'em Championship – diesmal endete das Turnier jedoch schon mit dem sechsten Platz. Es folgten dann zwei weitere Armbänder der World Series of Poker Anfang des vergangenen Jahrzehnts. Diese Erfolge sowie die in der National Heads-up Poker Championship, in deren Rahmen er 2009 den Sieg holte, sorgten neben Anerkennung in der Pokerszene auch für eine stabile Finanzlage: Rund 5,84 Millionen Dollar hat Huck Seed in seiner bisherigen Karriere erspielt – und vielleicht kann er diese Summe mit dem gestern gestarteten Main-Event der diesjährigen World Series of Poker erweitern.