In diesem Jahr findet die Fußball-WM zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent, in der Republik Südafrika statt. In diesem fernen Land sind die örtlichen Bedingungen sehr von denen in Deutschland verschieden. Darum tut man gut daran, sich vor Reiseantritt zu informieren, um vor Ort Probleme zu vermeiden. Eine Selbstverständlichkeit sollte eigentlich für jeden Reisenden der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung rechtzeitig vor Reiseantritt sein. Spezielle Impfungen oder ein Visum dagegen werden nicht benötigt.
Wetten auf die WM sind in Afrika nur eingeschränkt möglich. Deswegen sollte man am besten die Wetten im Internet abgenen.
So sollte man z. B. beachten, dass Südafrika auf der Südhalbkugel der Erde liegt, d.h., die Jahreszeiten sind dort entgegengesetzt zu unseren. Die WM findet also im Winter statt. Besonders im Landesinneren, wo die meisten Spielstätten liegen, sind Minusgrade in der Nacht nichts Ungewöhnliches. Daher sollte man sich auf jeden Fall warme Sachen wie Pullover und eine dicke Jacke einpacken. Das normale Winterwetter im Landesinneren kann man mit dem "goldenen Oktober" in Deutschland vergleichen, tags Sonne pur, nachts kalt. Weiter im Norden, Richtung Nelspruit und Polokwane (früher Pietersburg) ist es wärmer, an den Küsten kann es regnen. Man sollte auf keinen Fall die Kraft der afrikanischen Sonne unterschätzen. Die UV-Strahlung ist, bedingt durch die Höhenlage und dem meist wolkenlosen Himmel, sehr stark. Eine gute Sonnenschutzlotion mit hohem LSF sowie ein breitkrempiger Hut sind sehr anzuraten.
In Südafrika gibt es 11 offizielle Landessprachen. Am Weitesten kommt man immer noch mit Englisch. Viele der einheimischen Weißen sprechen Afrikaans, eine Sprache, die sich vom Holländischen ableitet. Deutsch dagegen wird wenig gesprochen. Die Landeswährung heißt Rand, abgekürzt ZAR. Euro oder US-Dollar sind als Zahlungsmittel nicht üblich. Am besten ist es, wenn man vor der Abreise in Deutschland nur wenig Geld umtauscht, da der örtliche Wechselkurs günstiger ist. Man sollte aber auf jeden Fall sein Geld nur bei einer Bank oder offiziellen Wechselstube umtauschen. Dort kann man reklamieren, sollte etwas nicht in Ordnung sein. Wenn man selbst Auto fahren will, braucht man einen internationalen Führerschein. Im Land herrscht Linksverkehr wie in England. Die meisten Verkehrsregeln sind ähnlich wie die in europäischen Ländern. Über Besonderheiten sollte man sich rechtzeitig informieren. Alle großen internationalen Leihwagenfirmen sind in Südafrika vertreten. Dazu kommen noch viele, oft preiswerte örtliche Firmen. Falls er nicht bereits im Buchungspaket enthalten ist, sollte man sich rechtzeitig einen Leihwagen reservieren lassen. Das Netz öffentlicher Verkehrsmittel ist bei weitem nicht so gut wie in Deutschland, auch wenn bis zur WM noch Verbesserungen gemacht werden.
Die Kriminalität in Südafrika ist hoch. Trotzdem herrschen keine bürgerkriegsähnlichen oder anarchischen Zustände. Wenn man sich umsichtig verhält und etwas gesunden Menschenverstand walten lässt, passiert auch nichts Schlimmes. Als Grundregel sollte man immer den Anweisungen des Reiseleiters, des Hotelpersonals oder seiner Gastgeber folgen. Diese Leute kennen die örtliche Lage genau und wissen, was gut ist und was nicht. Ebenfalls gilt im Allgemeinen, nach Einbruch der Dunkelheit (und die kommt plötzlich ohne lange Dämmerung) nicht mehr alleine und zu Fuß unterwegs zu sein. Besonders die Stadtzentren sollte man nachts meiden. Seine Wertsachen und Brieftasche trägt man nicht offen zur Schau, sondern unter der Kleidung (Brustbeutel, Geldgürtel) oder lässt sie im Hotelsafe. Wenn man sich verlaufen oder verfahren hat, fährt man nicht einfach stur immer weiter, sondern kehrt lieber um und versucht, den richtigen Weg zu finden. Wenn man Rat und Hilfe braucht, wendet man sich nicht an zufällig vorbeikommende Passanten, sondern fragt lieber an einer Tankstelle oder Geschäft bzw. Restaurant nach dem Weg. Vorsicht auch beim Andenkenkauf. Der Verkauf von Artikeln aus Elfenbein ist in Südafrika legal, da das Material aus kontrollierten Abschüssen kommt. Beim deutschen Zoll gibt's dann aber Ärger. Dasselbe gilt z. B. für Waren aus Krokodilleder.